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Friday, October 13, 2006

Stabilität und Dynamik von Weblog-Praktiken

In der Offlinewelt würde man das, was ich jetzt machen werde wohl lautes Lesen nennen. Die Forschungsstelle "Neue Kommunikationsmeden" an der Universität Bamberg hat im Internet einen Bericht über Weblogs und Blogosphäre veröffentlicht. Ich blogge dann mal die wesentlichen Kernaussagen und das Interessante heraus:

- Was haben Blogger für Motive?
Spaß, Lust am Schreiben, Wunsch eigene Erlebnisse und Gedanken für sich festzuhalten

- Was sind die häufigsten Themen?
Berichte aus dem Privatleben, Fotos/Bilder, kommentierte Links zu anderen Online-Seiten, multimediale Inhalte wie Filmdateien oder Podcasts werden immernoch recht selten veröffentlicht

- Welche Blogs wurden untersucht?
Im mittelpunkt der Untersuchung standen "politisch engagierte Blogger".

- Was Lesen die Leser gerne?
persönliche Erlebnisse, kommentierte Links, Humor/Spaßiges, Inhalte über geteilte Hobbies, Leser erwarten eher kurze Beiträge, Leser wollen, dass Autoren eher eigene Beiträge schreiben, als wenn sie sich auf Kommentare beziehen

Die Studie baut vor allem auf eine Befragung aktiver Blogger, Ex-Blogger und der Leser.

So banal das vielleicht klingt, man unterscheidet zwischen den "Provider-Bloggern" und den "Stand-Alone-Bloggern".

Nur 1/5 der befragten Ex-Blogger hatte das Weblog länger als ein Jahr geführt.

Die Hälfte der aktiven und mehr als 80 Prozent der nicht aktiven Blogger lesen bis zu zehn Weblogs regelmäßig.

Was finden die Leser interessant in Weblogs:

Interessant auch, dass die meisten Leser von thematisch ausgerichteten Weblogs erwarten, dass sie sich auch anderen Themen widmen. Nur Leser von Weblogs mit den Themen Sport, Finanzen/Wirtschaft und Unternehmensneuigkeiten erwarten eine monothematische Ausrichtung.

Auch werden von den Lesern eher kurze Texte bevorzugt. Diese Erwartungshaltung variiert jedoch themenabhängig.

Ebenfalls variiert themenabhängig die Erwartungshaltung des Lesers gegenüber der Textlänge und der Nutzung multimedialer Mittel.
Möchte also jemand anfangen ein Blog zu schreiben, sollte er immer in folgenden drei Dimensionen denken:

Die im Blogroll angezeigten Links zu anderen Bloggern kann man als "soziales Kapital" betrachten.

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